Archiv 2013

Information vom 29. Juli 2013

Liebe Besucher unserer Internetseiten,

vielen Dank für Ihren Besuch und Ihr Interesse an den von uns bereitgestellten Themen.

Wir machen nun erst einmal Sommerpause und sind ab dem 1. September wieder mit aktuellen Informationen für Sie da.
Über ein erneutes "Reinklicken" und eine Weiterempfehlung freuen wir uns.

Wir wünschen eine gute und erholsame Ferien- und Urlaubszeit!

Ihre "Löwen-Redaktion"

P.S.: Sie sehen hier u.a. einige Reise-Eindrücke aus Murnau, der Geburtsstadt von Christoph Probst. Es sind nicht viele Orte, die an den mutigen jungen Mann erinnern. Erst im Jahr 2011 wurde der Vorschlag abgelehnt, eine Mittelschule in Murnau nach ihm zu benennen. Mehr Infos dazu finden Sie hier >>>
Auf der Rückreise sorgte ein Abstecher zum "Perlacher Forst" in München für einen bewegenden Moment, der noch jetzt nachklingt. Hier sind Sophie und Hans Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf (1946 wurden seine sterblichen Überreste nach Saarbrücken übergeführt und beigesetzt) Harald Dohrn (Schwiegervater von Christoph Probst) und Hans Quecke, allesamt Mitglieder bzw. Sympathisanten der Widerstandsgruppe "Weiße Rose", nach der Hinrichtung beigesetzt worden.

 Fotos: Privatarchiv

Reiseeindrücke

Hier wurde Christoph Probst am 6. November 1919 geboren.

Reiseeindrücke
Reiseeindrücke

Ein "Denkmal" aus Steinen mit aufgebrachten Zitaten steht direkt vor der Einfahrt zum Geburtshaus.

Reiseeindrücke
Reiseeindrücke

Ein Straßenname erinnert an den jungen Widerstandskämpfer.

Reiseeindrücke

Im berühmten "Münter-Haus" verbrachte Christoph Probst von 1925–1928 (mit einigen Unterbrechungen) einen Teil seiner Kindheit.

Reiseeindrücke Reiseeindrücke
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Info vom 24. Juli 2013

Vechta Ein Fest mit Symbolcharakter ist die Feier des 75. Geburtstags von Vechtas Ehrenlandrat Clemens-August Krapp in der Elmendorffsburg in Vechta am Dienstag gewesen.
Rund 100 Gäste, angeführt von Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Hartmut Möllring über Bundes- und Landespolitiker, Landrat Albert Focke und Bürgermeister Helmut Gels, hatten sich als eine illustre Gesellschaft an der Stätte eingefunden, an der der spätere Kardinal Graf von Galen in seiner Schulzeit am Gymnasium Antonianum von 1894 bis 1896 zusammen mit seinem Bruder Franz wohnte.
Dies zum Anlass nehmend, enthüllte die Familie Krapp an der Hauswand ein Schild mit den Daten des selig gesprochenen Kardinals. Die Familie ist sehr engagiert im Bewahren des Andenkens von Galens.
Zu der Feier in der Elmendorffsburg waren nur Männer eingeladen.

© nwzonline.de


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Info vom 8. Juli 2013

© www.bundesregierung.de

In seiner Rede anlässlich des Baubeginns für den Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie“-Morde am Ort der Planungszentrale Tiergartenstraße 4 in Berlin (T 4-Denkmal) betonte Staatsminister Bernd Neumann: "Ich bin zuversichtlich, dass hier ein Gedenkort entstehen wird, der in unserer Hauptstadt einmal mehr Zeichen setzen wird – gegen Hass, Verblendung und Kaltherzigkeit und für Toleranz, Mitgefühl und Achtung vor dem Leben".

- Es gilt das gesprochene Wort. -

Anrede,

ich begrüße Sie sehr herzlich zum heutigen Bauauftakt. In den kommenden Monaten entsteht hier, am Kulturforum, das zu den stark frequentierten kulturellen Zentren unserer Hauptstadt gehört, ein besonderer Gedenk- und Informationsort. Er wird an eines der grauenvollsten Verbrechen des NS-Regimes erinnern: Die so genannte “Aktion T 4“ – den Mord an wehrlosen Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung, an psychisch oder chronisch Kranken sowie an so genannten “Asozialen“.

Nach den Denkmälern für die in der Nazizeit verfolgten und vernichteten Sinti und Roma sowie den Homosexuellen wird dies das dritte Denkmal sein, das sich einer Opfergruppe zuwendet und das in meiner Amtszeit verwirklicht wird. Das Besondere an diesem Gedenkort ist, dass er – im Gegensatz zu genannten Denkmälern und dem Holocaust-Mahnmal – an einem authentischen Täterort errichtet wird.

Hier, an der Adresse “Tiergartenstraße 4“, befand sich die Planungszentrale, von der aus das nationalsozialistische Regime die Morde plante, die bewusst verharmlosend als “Euthanasie“ dargestellt wurden.

In sechs eigens eingerichteten Gasmordanstalten (fünf in Deutschland / eine in Österreich) wurden von Januar 1940 bis August 1941 mehr als 70.000 Menschen systematisch und zentral geplant ermordet. 1941 wurde die “Aktion T 4“ wegen Unruhen in der Bevölkerung und der Proteste einzelner prominenter Kirchenvertreter – allen voran Clemens August Kardinal von Galen – offiziell beendet.

Dieser hatte in seiner Predigt vom 3. August 1941 die “Euthanasie“-Morde auf das Schärfste verurteilt: „Hast du, habe ich nur so lange das Recht zu leben, solange wir produktiv sind?“, fragte er.
„Wenn man den Grundsatz aufstellt und anwendet, dass man den ‚unproduktiven‘ Mitmenschen töten darf, dann wehe uns allen, wenn wir alt und altersschwach werden!“

Die “Aktion T4“ wurde eingestellt; nicht jedoch das Morden. Dieses wurde nun dezentral mit Hilfe von Medikamenten und durch systematische Unterernährung in zahlreichen Pflege- und Heilanstalten fortgeführt. Was besonders erschreckt, ist die Teilnahme so vieler, die sich eigentlich der Heilung, der Hilfe und Fürsorge verschrieben hatten wie Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern.

In dem eindrucksvollen Buch von Götz Aly “Euthanasie 1939-1945“ mit dem Titel “Die Belasteten“ heißt es: „Den Euthanasiemorden fielen zwischen 1939 und 1945 etwa 200.000 Deutsche zum Opfer. Die vielen Beteiligten sprachen beschönigend von Erlösung, Lebensunterbrechung, Gnadentod, Sterbehilfe oder eben von Euthanasie.

Sie agierten halb geheim, doch inmitten der Gesellschaft. Viele Deutsche befürworteten den gewaltsamen Tod der “nutzlosen Esser“, zumal im Krieg; nur wenige verurteilten das Morden deutlich, die meisten schwiegen schamhaft, wollten es nicht allzu genau wissen. Das setzte sich nach 1945 fort.

die komplette Rede lesen Sie hier >>>


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Alexander SchmorellInfo vom 13. Juli 2013

Heute vor 70 Jahren wurde Alexander Schmorell hingerichtet. Im Februar 2012 wurde er von der Russisch-Orthodoxen Kirche heilig gesprochen und zählt somit zu den Märtyrern des 20. Jahrhunderts.
Schmorell ist der erste russisch-orthodoxe Glaubenszeuge des 20. Jahrhunderts, der nicht Opfer des Kommunismus war.

Seinen Glauben hat er bis zu seinem Tod bezeugt: Kurz vor seiner Hinrichtung legt er die Beichte vor einem russischen Seelsorger ab und bittet seine Familie im Abschiedsbrief Gott nicht zu vergessen.

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Info vom 13. Juni 2013

Der Cornelsen-Verlag hat zu dem Film, der 2005 erschienen ist, Begleitmaterial für den Unterricht entwickelt, welches eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema erlaubt. Die Schüler/innen haben durch das Material die Möglichkeit, sich die Ziele und die Kritiken der „Weißen Rose“ zu erschließen und anhand der Texte der Flugblätter die verschiedenen Argumentationsmuster nachzuvollziehen. Die gewählten Textpassagen und die ergänzenden Kontextinformationen ermöglichen es den Schüler/innen außerdem, das Wirken der Gruppe in einem breiteren historischen Zusammenhang zu verstehen. Es wird beispielsweise darauf hingewiesen, dass das sechste und letzte Flugblatt im Februar 1943 entstand, zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktivist/innen unter dem Eindruck der, aus nationalsozialistischer Sicht, militärischen Katastrophe von Stalingrad standen.

Neben der Erfassung und Bearbeitung der Inhalte regt das Zusatzmaterial außerdem zu einer Analyse und Einordnung der Wirksamkeit der gewählten Protestform an. Mittels verschiedener Textstellen, Perspektiven und Fragen werden die Schüler/innen dazu aufgefordert, sich mit dem Politikverständnis der „Weißen Rose“ und den mit dem Protest verbundenen Gefahren auseinanderzusetzen und eine persönliche Einschätzung der Wirksamkeit der Flugblätter abzugeben. Daran anschließend wird mit der Frage nach der Frömmigkeit und der Bedeutung des Gewissens bei den Protagonist/innen heutige Zivilcourage und andere Beispiele von persönlichem Widerstand reflektiert.

Im letzten Teil des Materials wird schließlich auf die Konzeption und Umsetzung des Filmes eingegangen. Die Schüler/innen werden hier dazu eingeladen, Darstellungsform und Schwerpunktsetzung der Produktion zu analysieren und zu bewerten.


Einsatz im Unterricht
Das Material eignet sich sehr gut, um eine intensive Auseinandersetzung der Schüler/innen mit dem Film und dem Thema „Jugendlicher Widerstand im NS“ anzuregen. Aufgrund des Themas und der komplexen und intellektuell anspruchsvollen Fragestellungen eignet sich das Material allerdings erst für den Einsatz in der Sekundarstufe II.

Das Material kann auf der Webseite des Verlages heruntergeladen werden. Für registrierte Lehrer/innen, Schüler/innen, Dozent/innen und Trainer/innen steht der Download kostenlos bereit. Private Nutzer/innen können das Material zum Preis von 2,10 Euro ebenfalls auf der Seite herunterladen. Auf der Webseite des Films finden sich weitere Informationen und Hinweise zur Bestellung von DVDs. Des Weiteren können Trailer, die Texte der Flugblätter und verschiedene Interviews mit den Darstellern angesehen werden.

 

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