Warum eine Internetseite über Kardinal Clemens August Graf von Galen?

Das Andenken an den Nazigegner Clemens August Graf von Galen sollte unbedingt erhalten bleiben und gepflegt werden.

Galen kann auch heute noch für uns ein Vorbild sein. Denn wann immer die Menschenwürde bedroht wird, sind wir aufgefordert, Verantwortung zu tragen und den Spuren des "Löwen von Münster" zu folgen.

Dies gilt in vielen Bereichen – nicht nur beim Schutz des ungeborenen Lebens oder bei der strikten Ablehnung der aktiven Sterbehilfe.

Ein respektvoller Umgang untereinander ist gerade für Jugendliche eine wichtige Botschaft. Ein Glaubenszeuge wie Galen kann dabei als wichtiger Wegweiser dienen.

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Domführung in Münster

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Info vom 20. Dezember 2014

domAuch 2015 finden samstags Domführungen zu einzelnen Themenbereichen unter fachkundiger Leitung statt. Beginn ist immer samstags um 13.30 Uhr im Paradiesportal des Doms.
Am 10. Januar geht es inhaltlich um Kardinal Clemens August Graf von Galen.

Tickets für die öffentlichen Domführungen gibt es in der Domkammer und im Domladen ,Das Kleine Paradies‘, Spiegelturm 2, für drei Euro beziehungsweise zwei Euro (ermäßigt). Die Teilnehmerzahl ist jeweils begrenzt. 

Foto: Privatarchiv 

Priesterweihe vor 70 Jahren

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Info vom 17. Dezember 2014 

leisner reesVor 70 Jahren, am 17. Dezember 1944, wurde Karl Leisner im KZ Dachau zum Priester geweiht. 

In der "Hölle von Dachau" brach bei Karl Leisner die Lungentuberkulose wieder aus. Karl Leisner war ein Todeskandidat, der nur durch die mutige Tat eines Mithäftlings im Oktober ‘42 von einer Liste für die Vergasung gestrichen wird. Andere bewunderten ihn, dass Bischof von Galen schreiben konnte: "So sagen alle, die mit ihm in Dachau waren, dass seine fromme und frohe Tapferkeit dort in all dem Leid ihnen Erbauung und Trost und Vorbild gewesen ist." Die übrigen Priesterhäftlinge wussten vom größten Wunsch des jungen Diakons, Priester werden zu können.
1944 wurden mit Heranrücken der Front Lager im Westen aufgelöst. Mit einem Häftlingstransport kam im September auch der französische Bischof Gabriel Piguet von Clermont-Ferrand nach Dachau. Die Geistlichen schmiedeten den Plan, den 29-jährigen von dem Bischof weihen zu lassen.
In größter Geheimhaltung schmuggelten sie Schreiben an Bischof Galen und den Münchener Kardinal Faulhaber um Erlaubnis der Weihe heraus. Gewänder und Bischofsinsignien wurden erstellt. Alles geschah unter Lebensgefahr und wäre beinahe noch aufgeflogen. In einem Brief entdeckte die Zensurstelle das Wort "Primiz"; der katholische Lagedekan, den die SS danach befragte, wiegelte ab: "Das ist so eine Andacht."
Am 17. Dezember 1944 dann wurde Leisners Traum Wirklichkeit. Der Bischof weihte ihn in der Kapelle des Lagers zum Priester. Tage später, am zweiten Weihnachtstag, konnte er seine erste und einzige heilige Messe, eben seine Primiz, feiern.

Quelle: kirchensite.de 


Das Foto zeigt das Leisner-Denkmal in Rees. (Foto: Privatarchiv)

Hörenswerter Radiobeitrag

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Info vom 16. Dezember 2014

"Ich wäre so gern heimgekommen"

Radiosendung zur NS-Euthanasie im Saarland.

Nach Schätzung von Experten fielen dem sogenannten "Euthanasie-Programm" in Nazi-Deutschland rund 200.000 Menschen zum Opfer. Auch im Saarland wurden mehrere Tausend Kranke und Menschen mit Behinderungen von ihren Familien getrennt und schließlich getötet. Gespräche mit Historikern und den letzten Zeitzeugen.
Ein Beitrag von Deutschlandfunk >>> 

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Ein Beitrag des ZDFs zur Kinder-Euthanasie

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Info vom 14. Dezember 2014

Wo Kinder den Tod fanden – Die erschütternde Geschichte von Waldniel 

In der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt in Waldniel, einem kleinen Ort nahe der holländischen Grenze, fanden Hunderte Kinder und Erwachsene den sogenannten "Gnadentod". So nannten die Nationalsozialisten es, wenn Menschen ermordet wurden, weil sie geistig oder körperlich behindert waren. Und viele haben 70 Jahre nach ihrem Tod in Waldniel noch immer keine würdevolle Ruhestätte gefunden. Sibylle Bassler hat sich auf die Spurensuche nach diesen Opfern begeben. 

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Zum aktuellen Thema Sterbehilfe

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Info vom 19. November 2014

Spiegel-Chef Jakob Augstein hat sich in einem Artikel mit dem Titel “Verschont den Tod” zur aktuellen Debatte über die Sterbehilfe geäußert.
Zitat: "Sterbehilfe gehört verboten. Der Tod auf Bestellung nimmt dem Leben die Würde. Er passt zu einer Gesellschaft, die überall und immer Optimierung und Effizienz anstrebt. Wenigstens das Lebensende sollte davon verschont bleiben. (...) Aber am Ende sollten wir im Tod etwas üben, was wir im Leben leicht verlernen: Demut. (...) In Wahrheit ist der Tod auf Bestellung kein Gewinn an Freiheit. Sondern eine Kapitulation – vor dem Leben und vor dem Geist des Zwecks.” 

Gut, wenn auch die Medien klare Position zum Schutz des Lebens beziehen.

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Eine Schmugglergeschichte

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Info vom 16. November 2014

In dem Youcat Firmbuch wird auf Seite 95 erzählt, wie Johannes Prassek während seiner Gefangenschaft durch einen mutigen Menschen Hostien und Wein zugeschmuggelt bekam. So konnte er jeden Morgen die Heilige Messe feiern. Für den jungen Kaplan ging damit ein sehnlichster Wunsch in Erfüllung. Nach eigenen Worten hat er "geheult wie ein kleines Kind vor Freude."

Es ist erfreulich, dass Johannes Prassek durch diese kleine Geschichte im Youcat bei den Jugendlichen Aufmerksamkeit erfährt und so nicht in Vergessenheit gerät.

Eine kleine Stadt mit einer großen Idee

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Info vom 15. November 2014

Große und kreative Ideen sollten durch Verbreitung belohnt werden. Daher verlinken wir gerne zu dem Film aus Wunsiedel.
Der kleine Ort hat nämlich mit dem Projekt "Rechts Gegen Rechts" auf humorvolle Art ein Zeichen gegen Rechts gesetzt.
 

Medientipp

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Info vom 8. November 2014

Oral History Interview mit Friedrich Zawrel

Friedrich Zawrel überlebte die Kindereuthanasie am Wiener Spiegelgrund. Seinem Beinahemörder Heinrich Groß begegnete er wieder in den 1970er Jahren, als dieser ihn als Gerichtsgutachter untersuchen sollte. Darüber berichtet Zawrel in einem 10-teiligen Radio-Interview, das die Österreichische Mediathek >>> online frei zur Verfügung stellt.

"Alle Menschen brauchen Vorbilder"

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Info vom 1. November 2014

Interview der Rheinischen Post mit Kaplan Bernd Holtkamp von der St. Vincentius-Gemeinde in Dinslaken

Herr Kaplan, die katholische Kirche feiert heute mit Allerheiligen eines ihrer Hochfeste. Sind Heilige eigentlich noch zeitgemäß?

Bernd Holtkamp Heilige sind auf jeden Fall zeitgemäß. Im vergangenen Jahr sind zwei Päpste heilig gesprochen worden, Papst Johannes XXIII. und Paps Johannes Paul II. Das sind Gestalten unserer heutigen Zeit. Menschen haben ein Bedürfnis nach Vorbildern, nach Menschen, zu denen sie aufschauen. Das gibt's ja auch im Weltlichen. Nehmen Sie die Fußballweltmeisterschaft, bei der wir erlebt haben, wie Fußballer für eine ganze Nation Vorbilder wurden. Menschen, deren Trikots man haben will. Der Einzug der Weltmeistermannschaft in Berlin war ja geradezu ein Triumphzug. Dieses Bedürfnis nach Vorbildern gibt es auch in heidnischen Systemen. Sie brauchen sich ja nur anzuschauen, welcher Personenkult in allen marxistischen Systemen betrieben wurde und wird, wie dort Marx, Engels, Lenin oder wie sie alle heißen, mit fast religiösem Nimbus vorangetragen wurden und werden.

Was aber ist im Vergleich zu solchen Vorbildern und Idolen das Besondere an Heiligen?

Holtkamp Heilige sind nicht irgendwelche Persönlichkeiten, sondern sie haben alle Christus durchscheinen lassen, haben freudig Zeugnis gegeben, von dem, was sie erfüllt und das in vielen unterschiedlichen Situationen. Schauen wir auf Schwester Euthymia. Sie war eine freudige Zeugin, aber in erbärmlichster Zeit. Sie hat sich der Kriegsgefangenen angenommnen und dabei Zeugnis gegeben, von dem Glauben, der sie erfüllte. Schauen wir auf Kardinal von Galen. Der hat während der NS-Diktatur in einer Zeit, in der man nicht viel sagen durfte, seinen Mund aufgemacht und widersprochen, wo andere nur geschwiegen haben. Natürlich war von Galen ein Kind seiner Zeit, einer mit Ecken und Kanten, und das ist mir bei allen Heiligen wichtig: Heilige sind keine Übermenschen.


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