Warum eine Internetseite ĂĽber Kardinal Clemens August Graf von Galen?

Das Andenken an den Nazigegner Clemens August Graf von Galen sollte unbedingt erhalten bleiben und gepflegt werden.

Galen kann auch heute noch für uns ein Vorbild sein. Denn wann immer die Menschenwürde bedroht wird, sind wir aufgefordert, Verantwortung zu tragen und den Spuren des "Löwen von Münster" zu folgen.

Dies gilt in vielen Bereichen – nicht nur beim Schutz des ungeborenen Lebens oder bei der strikten Ablehnung der aktiven Sterbehilfe.

Ein respektvoller Umgang untereinander ist gerade fĂĽr Jugendliche eine wichtige Botschaft. Ein Glaubenszeuge wie Galen kann dabei als wichtiger Wegweiser dienen.

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Zum Gendenken an August Wessing

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August Wessing„Mit Recht nennt man Dechant August Wessing den Heiligen von Dachau“, sagte der damalige Bischof von Münster Clemens August Graf von Galen am 19. Juli 1945. An diesem Tag feierte er das Requiem für den am 4. März 1945 im Konzentrationslager Dachau ums Leben gekommenen August Wessing und stellte dessen Asche in den Sockel des Hoetmarer Friedhofskreuzes.

Bereits 1937  wurde nach einer Osterpredigt durch das Sondergericht beim Oberlandesgericht Hamm gegen Wessing ermittelt. Obschon der NSDAP-Ortsgruppenleiter und Dorfpolizist als Zeuge der Anklage fungierte, wurde das Verfahren eingestellt. Nachdem entgegen den Bestimmungen des Reichskonkordats der Religionsunterricht aus der Volksschule in Hoetmar verbannt worden war, richtete Wessing im Wirtschaftsgebäude des Pfarrhauses zwei Schulklassen fĂĽr einen von der Pfarrei organisierten Religionsunterricht ein. 1941 wurde er wegen eines Ausfluges der Jungfrauenkongregation zur Gestapo nach MĂĽnster zum Verhör vorgeladen und verwarnt. Im gleichen Jahr nahm die Gestapo bei Wessing eine Hausdurchsuchung vor, weil er die kritischen Predigten seines Bischofs Clemens August Graf von Galen in Kopien verbreitet hatte. Wessings besonderes Engagement fĂĽr polnische und russische Kriegsgefangene fĂĽhrte im darauffolgenden Jahr zu einer weiteren Anzeige.

Nachdem Wessing eine Ordensschwester beauftragt hatte, fĂĽr ein aus seiner Heimat verschlepptes ukrainisches Mädchen KleidungsstĂĽcke anzufertigen, wurde er am 18. Juli 1942 von der Gestapo unter dem Vorwurf der offenen FeindbegĂĽnstigung verhaftet und im Gefängnis von MĂĽnster inhaftiert. Obwohl der Gemeinderat von Hoetmar bei der Gestapo fĂĽr seine Freilassung intervenierte, wurde Wessing noch am Tage nach der Eingabe ins KZ Dachau abtransportiert, wo er allerdings erst am 2. Oktober 1942 eintraf. Die dortige Zwangsarbeit schwächte ihn im Laufe der nächsten Monate so sehr, dass er Ende Februar 1945 an Fleckfieber erkrankte und am 4. März 1945 verstarb. Andere Priester erreichten durch Bestechung, dass der Leichnam des Geistlichen gesondert im Krematorium des KZ Dachau eingeäschert wurde und sie die Asche bis nach Kriegsende verstecken konnten. Im Mai 1945 brachte ein Priester die sterblichen Ăśberreste August Wessings nach Hoetmar zurĂĽck, wo die Gemeinde St. Lambertus in einem feierlichen Requiem von ihrem Pfarrer Abschied nahm. (Quelle: wikipedia.com) 

Rebellen – zwischen Heiligen und Superhelden

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Info vom 5. März 2015

Die Erlebnisausstellung "Rebellen – zwischen Heiligen und Superhelden" in der Jugendkirche effata [!] in Münster kann noch drei Wochen lang besucht werden. Schulklassen, Firmlings- oder Jugendgruppen bekommen 90minütige Führungen nach Absprache, für Einzelpersonen ist sie am Freitag, 6. März, am Mittwoch, 11. März und am Freitag, 20. März jeweils in der Zeit von 20-24 Uhr geöffnet.
Im Kirchenraum wartet eine erlebnisorientierte und interaktive Ausstellung. Es wird erfahrbar, was es heißt, die Gesellschaft durch “Anderssein” aufzumischen – und für seine Überzeugungen einzustehen.
Dabei können sich die Jugendlichen u.a. mit Hammer und Amboss auf den Spuren von Clemens August Graf von Galen begeben. 

Programmtipps

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Hinweise vom 4. März 2015

Anlässlich des ORF-Programmschwerpunkts zum Weltfrauentag am 8. März zeigt "Universum History" am Freitag, dem 6. März 2015, um 22.45 Uhr in ORF 2 mit der in HD produzierten Dokumentation "Sophie Scholl - Die Seele des Widerstands" von Christian Twente und Michael Löseke (Bearbeitung: Caroline Haidacher) ein aufwendig inszeniertes Porträt der Widerstandskämpferin. 

Sophie Scholl – Die Seele des Widerstands
Dokumentation von Christian Twente und Michael Löseke
ORF, 6. März 2015, 22.45 Uhr

Der Mitteldeutscher Rundfunk zeigt am Sonntag, 8.3. eine Reportage über den Krankenmord im sächsischen Großschweidnitz. Auch die Rolle der Justiz, die die verantwortlichen Ärzte und Pfleger kaum verfolgte, wird thematisiert.

Der Blinde Fleck
Ein Film von Dinah MĂĽnchow und Stephan Liskowsky
MDR, 8. März 2015, 9.45 Uhr

100. Geburtstag von Karl Leisner

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Priesterweihe Karl Leisner

Info vom 28. Februar 2015

Heute jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag von Karl Leisner. Er wurde am 28. Februar 1915 in Rees am Niederrhein geboren.

In vielerlei Weise wird an ihn in diesen Tagen erinnert:

  • Am heutigen Gedenktag findet um 18.30 Uhr in Rees ein Festgottesdienst mit Weihbischof Wilfried Theising statt.
     
  • Graciela Sonntag widmet heute in der Sendung "Kirche im WDR" ihre Ansprache Karl Leisner: www.kirche-im-wdr.de
     
  • Das StiftsMuseum Xanten zeigt seit dem 9. Dezember die Sonderausstellung "Karl Leisner 1915–1945. Märtyrer und Seliger".
     
  • Die Stadt Rees erinnert seit dem 22. Februar mit einer Ausstellung im Koenraad Bosmann Museum an Karl Leisner. 
     
  • Die Katholische Akademie Franz Hitze Haus in MĂĽnster lädt in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Karl-Leisner-Kreis e.V. aus Kleve fĂĽr Samstag, 7. März (9.30-19.00 Uhr), zu einem Studientag "Kirche im Widerstand am Beispiel von Karl Leisner (1915–1945)" ein.
     
  • Am 27. Februar hatte der Film „Karl Leisner – Christ aus Leidenschaft” Premiere im MĂĽnchener Kardinal Wendel-Haus. 
     
  • Ende 2014 wurden die von Karl Leisner seit seiner Jugend verfassten umfangreichen Tagebuchaufzeichnungen als fĂĽnfbändige Ausgabe herausgegeben.
     
  • Seit etwa drei Wochen ziert Leisner als Motiv eine Briefmarke von der Deutschen Post. Das Bild zeigt Karl Leisner kurz vor seiner Priesterweihe im KZ Dachau mit dem letzten Satz aus seinem Tagebuch „Segne auch, Höchster, meine Feinde!“


Weitere Infos zu Karl Leisner: www.karl-leisner.de

Das Foto zeigt eine Bronzetafel in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Rees und erinnert an die Priesterweihe im KZ Dachau. (Foto: Privatarchiv)