Warum eine Internetseite ├╝ber Kardinal Clemens August Graf von Galen?

Das Andenken an den Nazigegner Clemens August Graf von Galen sollte unbedingt erhalten bleiben und gepflegt werden.

Galen kann auch heute noch f├╝r uns ein Vorbild sein. Denn wann immer die Menschenw├╝rde bedroht wird, sind wir aufgefordert, Verantwortung zu tragen und den Spuren des "L├Âwen von M├╝nster" zu folgen.

Dies gilt in vielen Bereichen ÔÇô nicht nur beim Schutz des ungeborenen Lebens oder bei der strikten Ablehnung der aktiven Sterbehilfe.

Ein respektvoller Umgang untereinander ist gerade f├╝r Jugendliche eine wichtige Botschaft. Ein Glaubenszeuge wie Galen kann dabei als wichtiger Wegweiser dienen.

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Heute vor 70 Jahren starb Karl Leisner

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Info vom 12. August 2015

KarlLeisnerHeute vor 70 Jahren, am 12. August 1945, starb im Waldsanatorium Planegg bei M├╝nchen der M├Ąrtyrer Karl Leisner im Alter von 30 Jahren. Er wurde am 28. Februar 1915 in Rees geboren und wuchs in Kleve auf. Im Schlusssatz seiner letzten Tagebucheintragung am 25. Juli 1945, dem Fest des heiligen Jakobus, verzeiht er allen, unter denen er gelitten hatte, mit dem Satz: "Segne auch, H├Âchster, meine Feinde!"

W├Ąhrend Karls Bruder Willi in Berlin keine Nachricht ├╝ber das Befinden seines Bruders erreicht hatte, machten sich seine Schwestern auf den Weg nach Planegg. Am 10. August sahen sie ihren Bruder nach fast sechs Jahren wieder. ├ťbergl├╝cklich sagte er: "Jetzt m├╝sst Ihr mir etwas Sch├Ânes erz├Ąhlen, nochmal Klever Dialekt sprechen und herzlich lachen." Mit letzter Kraft genoss er das gemeinsame Wiedersehen. Gegen 12 Uhr sagte er: "Kinderkes - ich muss leiden wie der Heiland am Kreuz!" Danach konnten sie sich nicht mehr mit ihm unterhalten, so schwach war er.

Karl wollte beim Sterben mit seinem Freund Otto Pies allein sein. Als er am Sonntag, 12. August 1945, morgens gegen 5 Uhr unruhig wurde, betete Otto Pies mit ihm die Sterbegebete und reichte ihm ein Kreuz zum Kuss. Dann wurde Karls Atem kurz und flach.

Da seine Mutter und seine Schwestern in der N├Ąhe waren, holte die Nachtwache, Schwester Juvenalis, sie an das Bett des eben Verstorbenen. Trotz der Trauer, den Sohn und Bruder verloren zu haben, herrschte Erleichterung dar├╝ber, dass sein Leidensweg zu Ende war.

Etwa 14 Tage vor seinem Tod hatte Karl zu seiner Mutter gesagt: "Mutter, ich muss Dir etwas sagen, doch Du darfst nicht traurig sein. Ich wei├č, dass ich bald sterben werde, doch ich bin froh dabei." Die Schwestern des Waldsanatoriums legten Karl ein rotes Messgewand an. Damit deuteten sie sein M├Ąrtyrertum an, denn letztlich war er wegen seiner Glaubens├╝berzeugung gestorben. Als Bischof Clemens August Graf von Galen von Karls Tod erfahren hatte, schrieb er: "Sehr geehrter Herr Leisner! Zum Tode Ihres lieben Sohnes, des hochw├╝rdigen Herrn Karl Leisner, m├Âchte ich Ihnen, Ihrer Frau und Ihren Kindern, meine herzliche Teilnahme aussprechen - oder eigentlich meinen Gl├╝ckwunsch: denn ich glaube sicher, Sie haben dem Himmel einen Heiligen geschenkt!"

W├Ąhrend der Viktortracht 1966 in Xanten wurde Karls Leichnam in Kleve exhumiert und in der Krypta des Xantener Domes beigesetzt. Karl Leisner wurde mit Pr├Ąlat Bernhard Lichtenberg, dem Dompropst von St. Hedwig in Berlin, am 23. Juni 1996 von Papst Johannes Paul II. im Olympiastadion in Berlin seliggesprochen. Es gab kaum einen geeigneteren Ort f├╝r diese Feier. Im Olympiastadion hatte Adolf Hitler 60 Jahre zuvor die Jugend der Welt zusammengef├╝hrt, in ihrem Idealismus verf├╝hrt und missbraucht, hier sollte das "Tausendj├Ąhrige Reich" immer wieder beschworen werden.

Schon die Priesterweihe im KZ Dachau war ein gro├čes Contra gegen├╝ber dem Gr├Â├čenwahn Adolf Hitlers. Die Seligsprechung an diesem Ort aber stellte die Kr├Ânung dieses Contra dar. So empfanden es vor allem die noch lebenden Leidensgenossen von Karl Leisner. Heute ist ab 19 Uhr im Dom zu Xanten eine Gedenkmesse mit dem emeritierten Weihbischof Heinrich Janssen.

┬ę rp-online.de 

Gedenktag an Edith Stein

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Info vom 9. August 2015

Edith SteinHeute ist der Gedenktag der heiligen Edith Stein.
Von 1932 bis April 1933 wirkte sie als Dozentin am Deutschen Institut f├╝r wissenschaftliche P├Ądagogik in M├╝nster. Dann musste sie ihre Dozenten-T├Ątigkeit auf Druck der Nazis beenden. Am 2. August 1942 wurde sie von der SS verhaftet, nur eine Woche sp├Ąter wurde sie in Auschwitz vergast. 1987 wurde sie selig- und 1998 heiliggesprochen. 

(Foto: Darstellung von Edith Stein in der Frauenstra├če in M├╝nster; Privatarchiv)

 

Predigten Galens

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Info vom 13. Juli 2015

Endlich hat einer den Mut zu sprechenHeute j├Ąhrt sich die erste der drei ber├╝hmten Predigten Galens.

Die zwei weiteren Predigten hielt er am 20. Juli und am 3. August 1941.

Zudem gedenken wir auch den Mitgliedern der Widerstandsgruppe "Wei├če Rose" Alexander Schmorell und Prof. Kurt Huber, die am 13. Juli 1943 hingerichtet wurden.
 



Die Abbildung zeigt die erste Seite zum Kapitel "Predigt am 13. Juli 1941" aus dem Buch "Endlich hat einer den Mut zu sprechen".

Reiseeindr├╝cke 2015

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Wie auch in den vergangenen Jahren machen wir eine kurze Sommerpause und begeben uns unterwegs auf eine kleine Spurensuche.
Bereits in den Jahren 2013 und 2014 konnten wir einige Gedenkorte an die Mitglieder der Widerstandsgruppe "Wei├če Rose" besuchen. Durch diese Besuche wurden wir verst├Ąrkt an den Mut junger Menschen erinnert, die sich durch ihr damaliges aktives Handeln gegen die Ideologien des Nationalsozialsimus stellten.

In diesem Jahr f├╝hrte ein kleiner Abstecher zum Landschulheim Marquartstein. Hier verbrachte Christoph Probst von 1932 bis 1935 drei Jahre seiner Schulzeit. Eine Gedenktafel im Eingangsbereich erinnert an ihn. 
Diese Internatschule wahrte die Distanz zu den Ideen des Nationalsozialismus.

Reiseeindr├╝cke 2015 Reiseeindr├╝cke 2015


Ein Besuch der ÔÇ×Dokumentation ObersalzbergÔÇť ist sehr zu empfehlen, denn dieser historische Ort bietet die M├Âglichkeit, sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.
Hier werden durch ├╝ber 950 Fotos, Dokumente, Plakate, Film- und Tonaufnahmen unterschiedliche Themen behandelt, wie z.B. die deutsche Volksgemeinschaft, F├╝hrermythos und F├╝hrerkult, der Terror- und Vernichtungsapparat und der Widerstand.
Zum Thema Widerstand werden auf einigen Tafeln Gruppierungen, z.B. die "Wei├če Rose", und Einzelpersonen, z.B. Clemens August von Galen, vorgestellt, die sich mutig gegen das Regime gestellt haben. 
Hitler nutzte den Obersalzberg seit 1923 als Feriendomizil und sp├Ąter als zweiten Regierungssitz, da sich in unmittelbarer N├Ąhe die ÔÇ×Reichskanzlei Dienststelle BerchtesgadenÔÇť befand. Die Propaganda gebrauchte die Bergkulisse f├╝r medienwirksame Inszenierungen Hitlers als volksnahen Politiker, Kinder- und Naturfreund.
Die ÔÇ×Dokumentation ObersalzbergÔÇť wurde im Oktober 1999 er├Âffnet.
Weitere Infos dazu unter www.obersalzberg.de

Reiseeindr├╝cke 2015


Ein weiterer Ausflug f├╝hrte zum Alten Schloss auf der Insel Herrenchiemsee. Hier tagte vom 10. bis 23. August 1948 der Verfassungskonvent.
Die Arbeit des Konvents bildete das Fundament f├╝r das Grundgesetz f├╝r die Bundesrepublik Deutschland. Zur Erinnerung daran kann man dort eine Ausstellung besuchen. Auf einer Schautafel zum Thema ÔÇ×Demokratische Anf├ĄngeÔÇť wird auf die Gerichtsverhandlung gegen den Denunzianten Jakob Schmid verwiesen, der als Hausmeister in der Ludwig-Maximilian-Universit├Ąt in M├╝nchen arbeitete, wo Hans und Sophie Scholl studierten. Hier wurden die beiden im Lichthof festgenommen, als sie dort das sechste Flugblatt der Widerstandsgruppe ÔÇ×Wei├če RoseÔÇť verteilten und von Schmid dabei erwischt wurden.

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Fotos: Privatarchiv 

Euthanasiemorde der Nazis ÔÇô Grausame Urteile ├╝ber den Wert des Lebens

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Info vom 9. Juli 2015

H├Ârenswerter Beitrag auf Deutschlandfunk von Johanna Herzing ├╝ber die "Landesheilanstalt" Hadamar.

"Nur wenige Kirchenvertreter haben ├Âffentlich gegen die Euthanasiemorde der Nazis gek├Ąmpft. Dass die Schergen Hitlers Tausende k├Ârperlich und geistig behinderte Menschen umbrachten, wurde intern zwar kritisiert, aber nicht ├Âffentlich verurteilt oder gar bek├Ąmpft. Heute w├Ąre der Protest nach Ansicht von Experten erschreckenderweise wohl noch kleiner."

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Denkschrift vor 75 Jahren verfasst

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Am 9. Juli 1940 vollendete der evangelische Pfarrer und Leiter der "Hoffnungstaler Anstalten" Paul Gerhard Braune eine umfangreiche Denkschrift, die er kurze Zeit sp├Ąter der Reichskanzlei zukommen lie├č.
"Er weigerte sich, Kranke der Hoffnungstaler Anstalten auszuliefern. Dieser Kampf gegen die ÔÇ×EuthanasieÔÇť und gegen die Vereinnahmung der Inneren Mission f├╝hrte am 12. August 1940 zu seiner Inhaftierung durch die Gestapo. F├╝r drei Monate wurde er im Gestapo-Gef├Ąngnis in der Prinz-Albrecht-Stra├če inhaftiert. 1943 setzte sich Braune f├╝r verhaftete homosexuelle Bewohner der Hoffnungstaler Anstalten ein und schrieb, erfolglos, Gnadengesuche f├╝r die zum Tode Verurteilten." (Quelle: wikipedia)

Gedanken von Weihbischof em. Ostermann zur Gro├čen Prozession am 5. Juli

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Info vom 5. Juli 2015 / ┬ę kirchensite.de

Der Neubeginn

M├╝nster. Am Tag der Gro├čen Prozession 1945 inmitten der zerst├Ârten Stadt vor den Tr├╝mmern des Doms sagte vor 70 Jahren Bischof Clemens August Graf von Galen: "Nur in der Treue gegen Gott ist Rettung und k├╝nftiges Heil f├╝r uns m├Âglich. Und darum soll der Sinn und der feste Vorsatz unserer heutigen Feier sein: ein offenes Bekenntnis und eine dem├╝tige Huldigung vor Gott ÔÇô ein Treuegel├Âbnis der katholischen Kirche. An der Hand der Kirche, nach ihren Lehren und Weisungen wollen wir unser Leben gestalten, das private und das ├Âffentliche, das soziale und das staatliche."

Da die Kirche die Institution zusammen mit anderen Gruppierungen war, die dem Nationalsozialismus widerstanden, folgte man aus tiefer ├ťberzeugung diesem Aufruf des Bischofs.

Doch sp├Ątestens am Ende der F├╝nfzigerjahre ging die alte Zeit selbstverst├Ąndlicher, urspr├╝nglicher Religiosit├Ąt zu Ende ÔÇô wir wollten es nicht wahr haben, so blieb die Vergangenheit Ma├čstab des Glaubens f├╝r die Zukunft.
Beim Wiederaufbau unserer Stadt war es ebenso. Nur wenige dachten an eine Modernisierung, nachdem alles zerst├Ârt war. Die weit aus gr├Â├čere Zahl der B├╝rger wollte den Wiederaufbau der alten Stadt ÔÇô die einzige Ausnahme war in der Altstadt das Stadttheater. Hier umbaute man die Ruine des Alten mit dem Neuen auf gelungene Weise ÔÇô ein gutes Beispiel daf├╝r, Tradition und Gegenwart miteinander zu vermitteln.

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