Warum eine Internetseite √ľber Kardinal Clemens August Graf von Galen?

Das Andenken an den Nazigegner Clemens August Graf von Galen sollte unbedingt erhalten bleiben und gepflegt werden.

Galen kann auch heute noch f√ľr uns ein Vorbild sein. Denn wann immer die Menschenw√ľrde bedroht wird, sind wir aufgefordert, Verantwortung zu tragen und den Spuren des "L√∂wen von M√ľnster" zu folgen.

Dies gilt in vielen Bereichen ‚Äď nicht nur beim Schutz des ungeborenen Lebens oder bei der strikten Ablehnung der aktiven Sterbehilfe.

Ein respektvoller Umgang untereinander ist gerade f√ľr Jugendliche eine wichtige Botschaft. Ein Glaubenszeuge wie Galen kann dabei als wichtiger Wegweiser dienen.

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Spurensuche im Sommer 2015

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Wie auch in den vergangenen Jahren, begeben wir uns auch in diesem Sommer auf eine kleine Spurensuche.
Bereits in den Jahren 2013 und 2014 konnten wir einige Gedenkorte an die Mitglieder der Widerstandsgruppe "Wei√üe Rose" besuchen. Durch diese Besuche wurden wir verst√§rkt an den Mut junger Menschen erinnert, die sich durch ihr damaliges aktives Handeln gegen die Ideologien des Nationalsozialsimus stellten.

In diesem Jahr f√ľhrte ein kleiner Abstecher zum Landschulheim Marquartstein. Hier verbrachte Christoph Probst von 1932 bis 1935 drei Jahre seiner Schulzeit. Eine Gedenktafel im Eingangsbereich erinnert an ihn. 
Diese Internatschule wahrte die Distanz zu den Ideen des Nationalsozialismus.

Spurensuche Sommer 2015 Spurensuche Sommer 2015


Ein weiterer Ausflug f√ľhrte zum Alten Schloss auf der Insel Herrenchiemsee. Hier tagte vom 10. bis 23. August 1948 der Verfassungskonvent.
Die Arbeit des Konvents bildete das Fundament f√ľr das Grundgesetz f√ľr die Bundesrepublik Deutschland. Zur Erinnerung daran kann man dort eine Ausstellung besuchen. Auf einer Schautafel zum Thema ‚ÄěDemokratische Anf√§nge‚Äú wird auf die Gerichtsverhandlung gegen den Denunzianten Jakob Schmid verwiesen, der als Hausmeister in der Ludwig-Maximilian-Universit√§t in M√ľnchen arbeitete, wo Hans und Sophie studierten. Hier wurden die beiden im Lichthof festgenommen, als sie dort das sechste Flugblatt der Widerstandsgruppe ‚ÄěWei√üe Rose‚Äú verteilten und von Schmid dabei erwischt wurden.

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Gedanken von Weihbischof em. Ostermann zur Großen Prozession am 5. Juli

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Info vom 5. Juli 2015 / © kirchensite.de

Der Neubeginn

M√ľnster. Am Tag der Gro√üen Prozession 1945 inmitten der zerst√∂rten Stadt vor den Tr√ľmmern des Doms sagte vor 70 Jahren Bischof Clemens August Graf von Galen: "Nur in der Treue gegen Gott ist Rettung und k√ľnftiges Heil f√ľr uns m√∂glich. Und darum soll der Sinn und der feste Vorsatz unserer heutigen Feier sein: ein offenes Bekenntnis und eine dem√ľtige Huldigung vor Gott ‚Äď ein Treuegel√∂bnis der katholischen Kirche. An der Hand der Kirche, nach ihren Lehren und Weisungen wollen wir unser Leben gestalten, das private und das √∂ffentliche, das soziale und das staatliche."

Da die Kirche die Institution zusammen mit anderen Gruppierungen war, die dem Nationalsozialismus widerstanden, folgte man aus tiefer √úberzeugung diesem Aufruf des Bischofs.

Doch sp√§testens am Ende der F√ľnfzigerjahre ging die alte Zeit selbstverst√§ndlicher, urspr√ľnglicher Religiosit√§t zu Ende ‚Äď wir wollten es nicht wahr haben, so blieb die Vergangenheit Ma√üstab des Glaubens f√ľr die Zukunft.
Beim Wiederaufbau unserer Stadt war es ebenso. Nur wenige dachten an eine Modernisierung, nachdem alles zerst√∂rt war. Die weit aus gr√∂√üere Zahl der B√ľrger wollte den Wiederaufbau der alten Stadt ‚Äď die einzige Ausnahme war in der Altstadt das Stadttheater. Hier umbaute man die Ruine des Alten mit dem Neuen auf gelungene Weise ‚Äď ein gutes Beispiel daf√ľr, Tradition und Gegenwart miteinander zu vermitteln.

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Predigt in Telgte

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galen clemens august086Vor 70 Jahren, am 1. Juli 1945, predigte Galen in Telgte gegen die These einer deutschen ‚ÄěKollektivschuld‚Äú.

Das Foto zeigt Galen 1939 in Telgte, Bistumsarchiv M√ľnster 

 

Geburtstag von Sophie Scholl

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Info vom 9. Mai 2015

Scholl-ComicHeute wäre wäre Sophie Scholl 94 Jahre alt geworden. Ihr Mut und ihre klare Sicht auf das Unrecht und die Verbrechen des NS-Regimes lösen noch immer Empathie und Bewunderung aus, so dass sie auch heute noch vielen jungen Menschen als Vorbild dienen kann.

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Im September 2015 wird im Knesebeck Verlag die Comic-Biographie Sophie Scholl von Heiner L√ľnstedt und Ingrid Sabisch erscheinen.

Kriegsende vor 70 Jahren

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Info vom 8. Mai 2015

Heute vor 70 Jahren kapitulierte die deutsche Wehrmacht.
Domradio.de erinnert in dem Artikel "Die deutschen Bisch√∂fe und das Kriegsende" an einige der katholischen Bisch√∂fe, die in den Kriegsjahren geistliche Leuchtt√ľrme gewesen sind: Clemens August Graf von Galen, der "L√∂we von M√ľnster"; Konrad Graf von Preysing in Berlin, Kardinal Michael Faulhaber in M√ľnchen, und auch der erst 1942 geweihte K√∂lner Erzbischof Josef Frings.
Den Artikel dazu lesen Sie hier >>> 


Zum 40. Jahrestag hielt der damalige Bundespr√§sident Richard von Weiz√§cker eine Rede, 
Mit der in dieser Rede enthaltenen Aussage von der Befreiung vom Nationalsozialismus pr√§gte von Weizs√§cker eine Kernaussage der Erinnerungskultur in der Bundesrepublik Deutschland.

Der folgende Ausschnitt aus seiner Ansprache hat auch heute noch G√ľltigkeit und ist f√ľr alle Generationen eine wichtige Botschaft. 

‚ÄěHitler hat stets damit gearbeitet, Vorurteile, Feindschaften und Ha√ü zu sch√ľren.
Die Bitte an die jungen Menschen lautet:
Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Haß
gegen andere Menschen,
gegen Russen oder Amerikaner,
gegen Juden oder gegen T√ľrken,
gegen Alternative oder gegen Konservative,
gegen Schwarz oder gegen Weiß.
Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander.
Lassen Sie auch uns als demokratisch gewählte Politiker dies immer wieder beherzigen und ein Beispiel geben.
Ehren wir die Freiheit.
Arbeiten wir f√ľr den Frieden.
Halten wir uns an das Recht.
Dienen wir unseren inneren Maßstäben der Gerechtigkeit.
Schauen wir am heutigen 8. Mai, so gut wir es können, der Wahrheit ins Auge.“

‚Äď Richard von Weizs√§cker: Webarchiv des Deutschen Bundestages

Die gesamte Rede lesen Sie hier >>> 

Befreiung des Konzentrationslagers Dachau vor 70 Jahren

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Am 29. April 1945 r√ľckt eine Einheit der US-Armee in das Konzentrationslager Dachau ein.
Unter Jubel werden die amerikanischen Soldaten von mehr als 32.000 √ľberlebenden Gefangenen begr√ľ√üt. Das vorletzte aller Konzentrationslager ist somit befreit.
Seit seiner Einrichtung 1933 waren in Dachau insgesamt mehr als 200.000 Menschen inhaftiert. Etwa 32.000 mussten dort ihr Leben lassen.

Film Scheipers√úber einen der √úberlebenden, den Priester Hermann Scheipers, hat die Ikarus-Filmproduktion einen sehenswerten Dokumentarfilm mit dem Titel "Zwischen Verbrechern und Heiligen" erstellt.
"F√ľnf mal ist Hermann Scheipers nur knapp dem Tod entgangen. √úber vier Jahre war er im Priesterblock des KZ Dachau inhaftiert. So zahlreich die Gefangenenlager des NS Staates auch waren, der Dachauer ¬ĄPfaffenblock¬ď war einzigartig. Fast 3000 Priester aus dem gesamten Reichsgebiet waren hier zusammengepfercht. Viele kamen ums Leben. Es war ein Ort der Drangsal, aber auch ein Ort der Gotteserfahrung, wie Hermann Scheipers erz√§hlt. Der mittlerweile 100j√§hrige Priester ist der einzige, noch lebende Zeitzeuge. Ergreifend schildert er den Umgang des NS Staates mit Geistlichen." (Beschreibung des Film-Verlags)

Studienarbeit √ľber den Klostersturm

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Info vom 14. April 2015

Der Klostersturm 1940/41 und die Gegenwehr des Bischofs von Galen

Clarissa Frenken berichtet in ihrer Studienarbeit √ľber den Klostersturm in den Kriegsjahren 1940 und 1941, sowie von den Predigten von Bischof von Galen, die zur Einstellung des Klostersturms f√ľhrten. Der Klostersturm wurde von den Nazis im Zuge des Kirchenkampfes durchgef√ľhrt. Unter verschiedenen Vorw√§nden wurden Kl√∂ster zwangsger√§umt und die Ordensleute vertrieben (Klappentext der Arbeit).

Die Theologiestudentin hat u.a. das Buch "Endlich hat einer den Mut zu sprechen" als Quelle f√ľr ihre Ausarbeitung verwendet.
Auszug aus dem Kapitel "Fazit": "Der Titel des Buches 'Endlich hat einer den Mut zu sprechen', welches ich unter anderem als Quelle verwendet habe, passt gut zu von Galens Predigten. Mut war erforderlich, da bereits andere Kleriker, die sich gegen das Regime stellten, verhaftet und hingerichtet wurden. Doch von Galen war darauf gefasst, als M√§rtyrer f√ľr seine √úberzeugung zu sterben, somit war er sich der Gefahr durchaus bewusst."
 

Clarissa Frenken
Der Klostersturm 1940/41 und die Gegenwehr des Bischofs von Galen
Grin-Verlag
ISBN 978-3-656-91946-9