Sophie Scholl – Die Seele des Widerstands

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Info vom 18. Dezember 2013

Im Kampf für die Überzeugung

2bIn der ZDF-Reihe "Frauen, die Geschichte machten" wurde am 17. Dezember 2013 eine Folge Sophie Scholl gewidmet.
In den 45 Minuten Sendezeit wurde das Leben der Sophie Scholl gut und verständlich nachgezeichnet. Durch Originalaufnahmen und nachgespielten Filmszenen erfuhr der Zuschauer den Werdegang vom begeisterten BDM-Miglied bis zur aktiven Widerstandskämpferin.

Die Sendung können Sie sich unter ZDF.de anschauen >>>



Schüler setzen Zeichen gegen Zerstörung von Bildstöcken

Info vom 17. Dezember 2013

Seit einigen Wochen werden im Tecklenburger Land, in Saerbeck und Rheine Bildstöcke und Wegekreuze von Unbekannten mutwillig zerstört – Köpfe werden von Figuren abgeschlagen, Statuen zerschlagen, Kreuze umgeworfen. Bisher wurden über 40 Kreuze und Bildstöcke Opfer dieser blinden Zerstörungswut.

Diese Zerstörungen von Bildstöcken und Wegekreuzen erinnern an einen Hirtenbrief Galens vom 27. November 1936:
"Soll es hier heißen: Nehmt Abschied, Kinder, von dem Christusbild, von dem ihr bisher gekniet und gebetet habt, (…), am Wege, am Einfahrtstor eueres väterlichen Bauernhofes, wo es seit uralten Zeiten steht als Wahrzeichen, dass hier Christen wohnen?"

In Mettingen haben Schülerinnen und Schüler der Klasse 4b von der Ludgeri-Schule nun ein Zeichen gegen diese Kreuz-Zerstörung gesetzt. Sie haben im Religionsunterricht Kreuze gebastelt und diese an einem Prozessionshäuschen aufgehängt. Dazu haben sie Schilder befestigt, auf denen sie die Täter auffordern, mit diesem Vandalismus aufzuhören. So liest man dort zum Beispiel: "Bitte hört auf, uns unseren Glauben wegzunehmen. Das ist unser Symbol."
Die Idee zu dieser Aktion ist den Schülern selbst gekommen.

mehr zur Schüleraktion >>>

Endlich hat einer den Mut zu sprechen

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Info vom 4. Dezember 2013

Cover PB2Zweite Auflage erschienen!

Vor einem Jahr, am 5. Dezember 2012, ist im dialog-Verlag Münster die erste Auflage des Buches "Endlich hat einer den Mut zu sprechen" erschienen. Das Buch ermöglicht einen neuen Zugang zu den Botschaften der drei Predigten Galens vom Sommer 1941.

Jenseits des fachwissenschaftlichen Diskurses von Historikern oder Theologen wird den Predigttexten Galens – in überschaubare „Happen“ gegliedert – interessantes Text- bzw. Bildmaterial an die Seite gestellt. Denn vieles, was die Predigten thematisierten oder als bekannt voraussetzten, ist heute nur noch Fachleuten ein Begriff und bedarf der Erklärung. Insgesamt wurden in knapp 100 Themenkästen hilfreiche Erklärungen und weitere Texte von und über Galen zusammengetragen.

Bereits Mitte dieses Jahres konnte das Buch neu aufgelegt werden. Bei der zweiten Auflage hat Mitherausgeber Markus Trautmann die Inhalte überarbeitet und ergänzt. So finden sich jetzt z.B. zusätzliche Themenkästen mit den Inhalten "Zweiter Weltkrieg", "Katechismus" und "Herz Jesu" oder zu der Person "Friedrich Schmidt" in der überarbeiteten Fassung. Auch zusätzliches Bildmaterial gehört zu den Ergänzungen der Zweitauflage.
Zudem werden die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse während der Lebenszeit Galens tabellarisch aufgelistet.

"Endlich hat einer den Mut zu sprechen"
ISBN 978-3-941462-74-8
dialogverlag Münster, Postfach 4320
D-48024 Münster, Tel.: 0251 / 48390
www.dialogversand.de


Programmtipp

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Info vom 4. Dezember 2013

"Allen Gewalten zum Trotz"

Phoenix, Montag, 23. Dezember, 11.00–12.00 Uhr

2005 kam der vom Bayerischen Rundfunk koproduzierte Film "Sophie Scholl - Die letzten Tage" in die Kinos. Zuvor war er auf der Berlinale gefeiert, Julia Jentsch und Marc Rothemund jeweils mit einem Silbernen Bären geehrt worden.
Er schildert den Weg der jungen Studentin Sophie Scholl durch traumatische Gestapo-Verhöre und einen von Blutrichter Freisler inszenierten Schauprozess bis hin zum Schafott.

Zur selben Zeit entstand der Dokumentarfilm "Sophie Scholl - Allen Gewalten zum Trotz...". Der Publizist und Buchautor Ulrich Chaussy, der sich viele Jahre mit der "Weißen Rose" befasst hat, hatte im Rahmen seiner historischen Recherche für Regisseur Marc Rothemund und Drehbuchautor Fred Breinersdorfer auch Interviews vor laufender Kamera geführt. Er entdeckte neue Zeitzeugen und trug Fotos und Dokumente zusammen, die teilweise noch unveröffentlicht waren. Dieses Material haben Ulrich Chaussy und die Regisseurin Marieke Schroeder zu einem Dokumentarfilm verarbeitet und durch weitere Interviews ergänzt. Das Bayerische Fernsehen zeigt ihn zum 65. Todestag von Sophie Scholl, die am 22. Februar 1943 im Alter von nur 22 Jahren hingerichtet wurde.

(Quelle: © ard.de)


Weihbischof em. Dr. Max Georg Freiherr von Twickel (22.8.1926 – 28.11.2013) gestorben

Information vom 29. November 2013

"Ich habe Weihbischof von Twickel als einen bescheidenen, kompetenten
und theologisch hoch gebildeten Mitbruder, der zudem auch noch einen sehr
geistreichen Humor hatte, sehr geschätzt."
(Bischof Dr. Felix Genn)
Zum Video (Bischof Dr. Felix Genn würdigt den Verstorbenen) >>>


Zudem erinnert Kirchensite mit einem Video an sein Leben. >>>

Twickel Das Bild zeigt Twickel in seinem Alterssitz Haus Stovern
am 6. Februar 2013
Foto: Verona Marliani-Eyll, Kevelaer

Bundespräsident Gauck zu Besuch in Münster

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Info vom 28. November 2013

Gauck muensterBundespräsident Joachim Gauck ist heute in Münster, um sich über das Thema "Islam in Wissenschaft und Bildung" zu informieren.
Während seiner Mittagspause hat er "spontan und abseits des offiziellen Programms" das Grab von Clemens August von Galen "wegen seiner großen Bedeutung" besucht und dort im stillen Gebet verharrt.

Quelle: Facebook.com/Bistum.Muenster  ·  Foto: Bistum Münster/Martin WIßmann

Galen im neuen „Gotteslob“

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Info vom 27. November 2013

GotteslobMit großer Spannung wird die Einführung des neuen „Gotteslob“ in den katholischen Kirchengemeinden des deutschen Sprachraums am 1. Advent 2013 erwartet.

Im Eigenteil des Bistums Münster hat auch Clemens August von Galen Eingang gefunden.
Im Kapitel „Heilige und Selige des Bistums“ (Nr. 700) wird unter dem 22. März sein Leben und Wirken dargestellt (S. 1001), ergänzt um das berühmte Amboss-Zitat vom 20. Juli 1941.

Unter der Nr. 877 wurde ein eigenes, dreistrophiges Galen-Lied aufgenommen (S. 1233), getextet von Tobias Schrörs zu einer älteren Melodie:


Clemens August, wir dich ehren, / treuer Hirt in dunkler Zeit.
Wolltest Gottes Wort uns lehren, / mahntest zur Beständigkeit.
Hilf auch uns in diesen Tagen, / wie ein Amboss fest zu stehn,
dass den Widerspruch wir wagen, / wo wir Trug und Unrecht sehn.
(1. Strophe)

Hörspiel über Sophie Scholl

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Info vom 29. Oktober 2013

"Das kurze Leben der Sophie Scholl"

Wenn man sich mit der Widerstandsgruppe "die Weiße Rose" befasst, kommt man kaum an dem Buch "Das kurze Leben der Sophie Scholl" von Hermann Vinke vorbei.
In dem Buch beschreibt der Autor das Leben der mutigen jungen Frau anhand von Berichten, Dokumenten, Zeugenaussagen, Briefen und Fotos. Für diese Publikation wurde Hermann Vinke mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Im März 2013 hat er ein Audiobook unter demselben Titel herausgebracht. Das Vortragen durch verschiedene Sprecher und das Einspielen vieler O-Töne (z.B. von Fritz und Elisabeth Hartnagel) und historischen Mitschnitten machen die Lesung sehr lebendig und spannend und bringen so das Leben der Sophie Scholl den Zuhörern sehr nahe. 

Das Hörbuch ist in zwölf Kapitel unterteilt und hat eine Dauer von 1,1 Stunden und endet mit der Aussage:

"Das kurze Leben der Widerstandskämpferin Sophie Scholl schlägt Wellen bis zum heutigen Tag. Sie bleibt Vorbild für Mut, Geradlinigkeit und Konsequenz."

Das Hörbuch kann entschieden dazu beitragen, dass Sophie Scholl und ihre Mitstreiter nicht in Vergessenheit geraten und besonders jungen Menschen als Vorbild dienen können.

"Das kurze Leben der Sophie Scholl"
Audiobook von Hermann Vinke
www.silberfisch-hoerbuch.de
ISBN 978-3-86742-699-2

Bischofsweihe vor 80 Jahren

Vor 80 Jahren, am 28. Oktober 1933, wurde Clemens August von Galen in Münster zum Bischof geweiht.

Clemens August von Galen am Tag seiner Bischofsweihe

Clemens August von Galen am 28. Oktober 1933 auf dem Weg zur Bischofsweihe, begleitet von den Bischöfen Franz Bornewasser (Trier) und Hermann Berning (Osnabrück).
© Bistumsarchiv Münster

Clemens August von Galen am Tag seiner Bischofsweihe

Clemens August von Galen auf dem Weg zum Dom.
Foto: Adelheid von Boeselager

Clemens August von Galen am Tag seiner Bischofsweihe

Clemens August von Galen vor dem Bischofshaus in Münster am Tag seiner Bischofsweihe.
© Bistumsarchiv Münster

Clemens August von Galen am Tag seiner Bischofsweihe

Der neue Bischof verlässt die Domkanzel am Tag der Weihe.
Foto: Foto Krahn, entnommen aus dem Buch "Der Bischof von Münster", Heinrich Portmann

Clemens August von Galen am Tag seiner Bischofsweihe

Clemens August von Galen nach der Bischofsweihe.
© Nachlass Eising

Clemens August von Galen am Tag seiner Bischofsweihe

Clemens August von Galen am 28. Oktober 1933 nach der Bischofsweihe, auf dem Weg vom Dom zum Bischofshaus.

Schülerinnen interviewen Zeitzeugen des Nationalsozialismus

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Info vom 21. Oktober 2013

Klaus Reichmuth erzählt von seiner Haft im KZ Sachsenhausen

Ganz besonderen Besuch hatte das WBG ausgerechnet an dem Tag, an dem die Schule ausfiel: Der 88jährige Klaus Reichmuth war angereist, um Schülern von seiner Haft im Konzentrationslager Sachsenhausen im Jahr 1942 zu erzählen. Das „Verbrechen“ des damals Siebzehnjährigen: Er verbreitete ein Flugblatt mit einer Predigt des Münsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen in seiner Schule in Stettin, in dem die Vergasung von Menschen angeprangert wurde.
Eingeladen hatten den Zeitzeugen Juliane Aldag, Katherina Lampe und Eileen Schütte. Die drei Schülerinnen des Jahrgangs Zwölf hatten ursprünglich der 10b und der bilingualen Geschichtsgruppe im Jahrgang Zehn ein Treffen mit Reichmuth ermöglichen wollen, mussten ihn dann aber wegen des Schulausfalls am 13.12. allein interviewen.
Wie es ihm nach der Verhaftung im Lager erging, das schilderte der ehemalige Pastor, der heute in der Nähe von Göttingen lebt, eindrucksvoll. Besonders schlimm sei für ihn  im Lager das Abgeschnittensein von seinen christlichen Wurzeln gewesen. Dazu kamen die Angst vor der Schikane durch die Wächter und die völlige Rechtlosigkeit. Überlebt hat Reichmuth, weil ihn ein anderer Häftling unter seine Fittiche nahm und weil ihm der Winter im Lager erspart blieb. Im Dezember 1942 wurde er völlig unerwartet nach Hause entlassen. Allerdings drohten die Nationalsozialisten, ihn erneut zu verhaften, wenn er draußen über das im Lager Erlebte spreche.

© Wilhem-Busch-Gymnasium