Erinnerungen am Geburtsort

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Info vom 2. September 2013

Genn segnet Kultur- und Gedenkort für Kardinal von Galen

Dinklage. Nach einer feierlichen Vesper hat der Bischof von Münster, Felix Genn, am Sonntag (01.09.2013) den neuen "Kultur- und Gedenkort Von Galen" in Dinklage eingeweiht. Er sei stolz, Nachfolger des seligen Clemens August von Galens zu sein, sagte Genn in seiner Predigt. Er fühle sich ihm auch durch dessen Bischofsspruch "Weder durch Lob noch durch Tadel" immer wieder persönlich verbunden.

Als junger Priester sei man leicht geneigt, die Beliebtheit in der Gemeinde, deren Lob, als besonderen Wert zu sehen. Auch er selbst sei auf seiner ersten Kaplansstelle davon nicht frei gewesen, gab Genn zu. Doch habe er schon auf seiner folgenden Stelle in der Leitung des Priesterseminars gemerkt, dass anderes wichtig sei: "Unbeeindruckt von Furcht und Tadel" habe er dort Entscheidungen treffen müssen, allein nach den Vorgaben des Bischofs.

Bei einem genauen Blick auf Clemens August von Galen könne man bei ihm jenseits der mutigen Predigten durchaus auch zeitbedingte Vorstellungen spüren. Die genaue Einordnung sei Sache von Historikern; ihn selbst habe diese Zeitgebundenheit aber oft getröstet. "Nicht alles, was Du jetzt als Bischof sagst, ist für die Ewigkeit gültig", sagte Genn.

Der Kultur- und Gedenktort entstand in enger Zusammenarbeit mit den Benediktinerinnen in der Abtei Burg Dinklage, die ein inhaltliches Konzept dafür entwickelt hatten. Der selige Clemens August von Galen, 1933 bis 1946 Bischof von Münster, wurde auf Burg Dinklage geboren. Dafür wurde die 300 Jahre alte Wassermühle neben dem Kloster saniert und umgebaut; dort befinden sich nun Ausstellungs- und Tagungsräume.

Der Anstoß für die Gedenkstätte kam nach der Seligsprechung des Kardinals 2005. Damals hatte der Bischöfliche Offizial für den oldenburgischen Bistumsteil, Weihbischof Heinrich Timmerevers, in Gesprächen mit den Schwestern auf Burg Dinklage vorgeschlagen, gerade an diesem Ort an den Kardinal zu erinnern.

Die erste Ausstellung in der Gedenkstätte ist bis zum 30. Oktober mittwochs, donnerstags, samstags und sonntags geöffnet, jeweils von 15 bis 17 Uhr.

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