Erinnerung an Geistliche in der NS-Zeit

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Info vom 9. Dezember 2012

Gedenken an Kaplan Poether und Pater Benninghaus

Münster. Mit "Gedenkblättern" im "Gedenkbuch" der "Villa ten Hompel" wird ab sofort auch an Kaplan Bernhard Poether und Pater August Benninghaus erinnert. In der Villa, die Gedenkort der Opfer des Nazi-Regimes ist, wurden in diesen Tagen die Lebensgeschichten der beiden Geistlichen vorgestellt.

"Die Gedenkblätter machen deutlich, dass Menschen, die unter dem nationalsozialistischen Regime gelitten haben, im Gedächtnis von Gemeinden, Familien oder Einzelpersonen bleiben", sagte Peter Schilling, Vorsitzender des Vereins "Spuren finden", bei der Vorstellung der Blätter.

Benedikt Benninghaus aus Dinklage stellte seinen Urgroßonkel Pater Benninghaus vor. Er sei bereits Anfang der 1930er-Jahre durch klare Worte und Predigten aufgefallen. Benninghaus' Aussage "Die Kirche hat schon viele Reiche überdauert" (1936) sei als "erster großer Angriff auf das Staatssystem" gesehen worden.

Drei Jahre später eine weitere Anklage: Pater Benninghaus habe den NS-Staat mit dem Kommunismus auf eine Stufe gestellt, das sei nicht zu tolerieren. Doch das Verfahren habe eingestellt werden müssen, "aus Mangel an Beweisen", sagte Benedikt Benninghaus.

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