Archiv 2013

geboren am 9. März 1933 in Datteln
gestorben am 16. April 2013 in Betlehem
Bischof von Münster 1980–2008
4. Nachfolger des seligen Clemens August

Dr. Reinhard Lettmann ...Zum Gedenken an Dr. Reinhard Lettmann
... am 1. Mai 1987 mit Papst Johannes Paul II. am Grab Galens in der Ludgerus-Kapelle im Dom zu Münster.

 
Zum Gedenken an Dr. Reinhard Lettmann
... am 9. Okober 2005 bei der Seligsprechung Galens in Rom.
 
kevelaer2... am 28. Oktober 2007 beim Einsetzen einer Galen-Reliquie in der Kevelaerer Beichtkapelle.
Foto: Verona Marliani-Eyll, Kevelaer 



Einen Rückblick auf sein Leben hat kirchensite in einem Video zusammengestellt >>>
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Info vom 2. April 2013

Am 4. Mai wird der neue Altar durch Weihbischof Dr. Stefan Zekorn konsekriert

Zur Zeit wird die Pankratiuskirche in Rinkerode noch renoviert. Im Zuge der Renovierungsarbeiten erhält die Kirche auch einen neuen Altar aus Stein. Dieser wird am 4. Mai um 19.00 Uhr durch Weihbischof Dr. Stefan Zekorn konsekriert. Eingelassen wird eine Reliquie des Clemens August Kardinal Graf von Galen.

Neues Buch von Götz Aly erschienen

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Info vom 12. März 2013

Die Belasteten: >Euthanasie< 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte

Kurzbeschreibung:
200.000 Deutsche wurden zwischen 1939 und 1945 ermordet, weil sie psychisch krank waren, als aufsässig, erblich belastet oder einfach verrückt galten. Nicht wenige Angehörige nahmen den Mord an ihren behinderten Kindern, Geschwistern, Vätern und Müttern als Befreiung von einer Last stillschweigend hin. Die meisten Familien schämen sich bis heute, die Namen der Opfer zu nennen. Beklemmend aktuell lesen sich die Rechtfertigungen der vielen Beteiligten: Erlösung, Gnadentod, Lebensunterbrechung, Sterbehilfe oder Euthanasie. Götz Aly bringt mit seinem neuen Buch Licht in ein düsteres Kapitel der deutschen Gesellschaftsgeschichte.

352 Seiten
Verlag S. Fischer
ISBN 978-3100004291

 

icon externer-link Der Historiker Götz Aly und Morlind Tumler haben zusammen eine behinderte Tocher.
In einem Interview mit der TAZ sprechen sie über das neue Buch und Euthanasie.

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brennende SorgeInfo vom 14. März 2013

Unterzeichnung der Enzyklika durch Papst Pius XI. am 14. März 1937

„Mit brennender Sorge“, so beginnt die Enyzklika, die Papst Pius XI. heute vor 76 Jahren, am 14. März 1937, unterzeichnet hat. In den Jahren nach 1933 gab es Protestschreiben von Vertretern der katholischen Kirche im Deutschen Reich an die nationalsozialistische Reichsregierung, weil das Konkordat verletzt und die katholische Kirche in ihrer Betätigungsfreiheit beschränkt wurde. Sollten die Bischöfe vor Ort protestieren oder sollte es eine öffentliche, gemeinsame Aktion geben? Eine auf Deutsch verfasste Enzyklika wurde geheim vervielfältigt, verteilt und schließlich am 21. März 1937 im ganzen Deutschen Reich verlesen.

icon externer-link Einen Radiobeitrag dazu hören Sie hier >>>

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Info vom 9. März 2013

Der langjährige Bischof von Münster vertrat immer entschieden und klar seine Meinung

(…) Seine klaren Worte rissen dabei nicht polarisierend Gräben auf, sondern trugen ihm Respekt ein. In dieser Grundhaltung stand er in der Tradition seiner Vorgänger im Bischofsamt, die wie er nichts von kurzatmiger Anbiederung an den Zeitgeist hielten: Bischof Clemens August Graf von Galen, dem er als fünfjähriger Steppke die Hand gab; Bischof Michael Keller, der ihn 1959 zum Priester weihte; Bischof Joseph Höffner, dessen Generalvikar er ab 1967 war, und Bischof Heinrich Tenhumberg, der ihn vor vier Jahrzehnten zum Bischof weihte.

Besonders deutlich wurde Lettmann, wenn es um das vielfach bedrohte menschliche Leben ging. In der Gottesebenbildlichkeit des Menschen sieht er im Tiefsten Wert und Würde der menschlichen Person begründet. Deshalb sei das Leben des Menschen heilig, des geborenen und ungeborenen, des gesunden wie des kranken, des behinderten und sterbenden Menschen. "Humanität ohne Divinität ist ein Torso", zitiert er den jüdischen Philosophen Abraham Joshua Heschel. Lettmann ermunterte die Gläubigen, nicht aggressiv, aber doch offensiv werbend die christliche Sicht vom Menschen in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen. Im Zeichen des zusammenwachsenden Europa warnte er vor einer Ausblendung der Religion und des Religiösen. Dies führe allzu leicht dazu, die Gesellschaft von "wichtigen Ressourcen der Sinnstiftung" abzuschneiden, wie dies der sich selbst "religiös unmusikalisch" nennende Philosoph Jürgen Habermas bezeichnet hatte. Im interreligiösen und ökumenischen Dialog wurde Lettmann von seinen Gesprächspartnern in Oldenburg, Westfalen und Rheinland sehr geschätzt. "Wir hätten uns keinen besseren Bischof wünschen können", würdigte der frühere evangelische Präses Manfred Sorg einmal die "Weite des Herzens" Lettmanns sowie seine "sensible, engagierte und wache ökumenische Verantwortungsübernahme". (…)

Zu seinen Lebenshöhepunkten zählten fraglos der Besuch von Papst Johannes Paul II. 1987 in Münster und Kevelaer und die Seligsprechungen von Karl Leisner, Sr. Maria Euthymia, Anna Katharina Emmerick und Kardinal Clemens August Graf von Galen. (…)

Text: Karl Hagemann

icon externer-link Mehr unter www.bistum-muenster.de >>>